Dnia 31 grudnia 2023 r. zmarł ks. Wolfgang Globisch. Msza św. pogrzebowa miała miejsce w piątek, 5 stycznia 2024 o godz. 11.00 w kościele Niepokalanego Serca Maryi w Kolonowskiem. Pogrzeb odbył się bezpośrednio po mszy św. na cmentarzu parafialnym.
Am 31. Dezember 2023 ist Prälat Pfarrer Wolfgang Globisch gestorben. Die Beerdigung findet am Freitag, den 5. Januar 2024 um 11:00 Uhr in Colonnowska (Kolonowskie) statt.
-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0
Pfarrer Wolfgang Globisch, der vor einem Jahr seinen 90. Geburtstag feierte, war jahrelang Seelsorger der deutsche Minderheit der Diözese Oppeln. Er gilt gleichzeitig als Symbol für die deutsch-polnische Versöhnung.
Zum Priester wurde er im Jahre 1956 geweiht und arbeitete viele Jahre mit genauso viel Eifer in Pfarrgemeinden mit einheimischer Bevölkerung, als auch dort, wo Gläubige aus Ostpolen oder Zentralpolen stammten. Er war Vikar in mehreren Pfarreien und dann Pfarrer in Bowallno (Wawelno) und in Colonnowska (Kolonowskie).
Von 1990 war Pfarrer und später Prälat Globisch Seelsorger der Nationalen Minderheiten der Diözese Oppeln. Seine Verdienste wurden sowohl von der polnischen als auch deutschen Regierung gewürdigt. Im Jahr 2010 erhielt er das Goldene Bundesverdienstkreuz und 2011 das Goldene Verdienstkreuz des polnischen Präsidenten.
Prälat Wolfgang Globisch und die Seelsorge Breslau
Im Bereich der deutschen Seelsorge haben auch wir Kontakte mit Pfarrer Globisch gepflegt. Prälat Globisch hielt unter anderen die hl. Messe während der Wallfahrt in Wartha (Bardo) am 9. Juli 2006 mit unserer Gemeinde als Hauptzelebrant. Bei der Wallfahrt in Albendorf am 10. August 2008 konzelebrierte Prälat Wolfgang Globisch beim Hochamt, und hielt die Predigt.
Außerdem trafen wir uns bei Wallfahrten der deutschen Minderheit und der Roma auf dem St. Annaberg (Góra Św. Anny) sowie während der Wallfahrten der Nationen in Maria Hilf bei Zuckmantel (Zlaté Hory).
Das zweisprachige Gebets- und Gesangbuch »Weg zum Himmel – Droga do Nieba« vom Prälaten Globisch bearbeitet, halten wir bei jedem Gottesdienst in der Händen
Wallfahrtspredigt
Am 10. Juli 2011 bei der Wallfahrt in Wartha war Hauptzelebrant und Prediger in dem feierlichen Hochamt Prälat Wolfgang Globisch. In der Predigt stellte er die Frage: Weshalb ist in Wartha ein Wallfahrtsort, und ging auf die Geschichte dieses Wallfahrtsortes ein. Und so erfuhren die Pilger, dass der Legende nach, die Figur der Muttergottes die Muttergottes selbst einem armen, kranken Jungen geschenkt haben sollte. Daraufhin wurde an dieser Stelle eine Kapelle gebaut. Um 1315 wurde die sogenannte böhmische Kirche errichtet und daneben wurde 1408–1411 die sogenannte deutsche Kirche erbaut. An der Stelle dieser älteren Kirchen wurde dann im 17. Jh. die prächtige barocke Wallfahrtskirche „Mariä Heimsuchung“ errichtet. Große Verdienste um die Verehrung der hl. Maria hatten die Zisterzienser aus Kamenz. Trotz vieler Kriege und Brände ist die Gnadenfigur immer unzerstört geblieben. 1966 wurde die Kirche zur Basilika und kann 6000 Menschen aufnehmen. Bis 1945 war Wartha der wichtigste Pilgerort der Diözese Breslau. Die Wallfahrt war auch immer mit einer Opferbereitschaft verbunden: Fußprozessionen, hl. Messe, Kreuzweg in der Bergkapelle und Schlussandacht. Abschließend bat der Prediger Globisch die Gläubigen diese Tradition weiter zu pflegen.
Messe zum Kulturfestival der Deutschen in Polen
Prälat Globisch nahm an der feierlichen Messe im Breslauer Dom zum Auftakt des III. Kulturfestival der Deutschen in Polen am 12. September 2009 teil.
Das V Kulturfestival in Breslau begann mit einen Festgottesdienst in der Marienkirche „Auf dem Sande”, dessen Hauptzelebrant Erzbischof Marian Gołębiewski war und unter vielen Priestern konzelebrierte auch Prälat Globisch.
Trauerfeierlichkeiten
Oft trafen wir gemeinsam bei verschiedenen Begräbniszeremonien unter anderem am 14. November 2015 am Soldatenfriedhof – Friedenspark in Groß Nädlitz / Nadolice Wielkie nahm Prälat Globisch an der Gedenkstunde anlässlich des Volkstrauertages teil. Anschließend hielten wir eine Trauerzeremonie und bestatteten Überreste toter deutscher Soldaten in 247 Särgen, die somit endlich ihren würdigen Ruheplatz gefunden haben.
Am 17. November 2015 nahmen wir auch zusammen mit dem Prälaten an der Bestattung des Apostolischen Visitator Prälat Winfried König in Münster teil.
Tagungen
Prälat Wolfgang Globisch beteiligte sich auch zusammen mit schlesischen Geistlichen regelmäßig an den Tagungen organisiert vom „Schlesisches Priesterwerk“, später „Schlesisches West-Ost-Forum“.
Gemeinsam mit allen Seelsorgern der deutschen Minderheit nahm er an der Tagung der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft am 22. November 2010 organisiert von VdG Oppeln teil.
Prälat Wolfgang Globisch bleibt in unseren Gebeten und in dankbarer Erinnerung als mutiger Organisator der deutschen Seelsorge in den Zeiten als man noch Mut dazu brauchte.