Am 27. Oktober am frühen Nachmittag kamen wir im Gemeindesaal des Klosters in Carlowitz, wieder einmal zur Bibelstunde zusammen. Solche Begegnungen sollten unser Wiesen erweitern, den Glauben vertiefen und im Verstehen schwieriger religiöser Themen helfen.

Aus den biblischen Themen wählten wir als Betrachtung die Fortsetzung der umfangreichen und tiefen Problematik aus dem „Bund in der Bibel“.

Es gibt sehr viele Texte über den Bund, und in den Bibelstunden haben wir bereits viel darüber gesprochen und in der Bibel gelesen. Dabei trat auch die Frage auf : warum sagt Jesus im Abendmahlsaal, in einem der wichtigsten Momenten, als er das Brot nahm, und dann den Kelch und sprach; „nimmt und trinkt alle daraus, das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes…“.

Der mit Abraham und Mose geschlossene Bund wurde durch die vielen Sünden des Volkes Israel gebrochen, das predigt der Prophet Jeremia: „Seht, es werden Tage kommen – Spruch des Herrn -, in denen ich mit dem Haus Israel und dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde, nicht wie der Bund war, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägypten herauszuführen. Diesen meinen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich ihr Gebieter war – Spruch des Herrn. Denn das wird der Bund sein, den ich nach diesen Tagen mit dem Haus Israel schließe – Spruch des Herrn: Ich lege mein Gesetz in sie hinein und schreibe es auf ihr Herz. Ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein. Keiner wird mehr den andern belehren, man wird nicht zueinander sagen: Erkennt den Herrn!, sondern sie alle, Klein und Groß, werden mich erkennen – Spruch des Herrn. Denn ich verzeihe ihnen die Schuld, an ihre Sünde denke ich nicht mehr.“ (Jeremia 31,31-34)

Diese Prophezeiung erfüllte sich in Jesus Christus, davon schreiben die Evangelisten und der Völker-Apostel Paulus: „Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.“ (1 Korinther 11,23-26).

MAr

Im zweiten Teil der Bibelstunde hatten wir die Möglichkeit über einen außergewöhnlichen Friedhof zu erfahren. Den Bericht über den „Fröhlichen Friedhof“ in Rumänien verbunden mit einer Dia-Präsentation bereitete vor und hielt Frau Anna Przytulecka.

DER FRÖHLICHE FRIEDHOF

Friedhöfe sind Ruhestätte für die Toten, aber auch Orte für die Lebenden, die die Gräber ihrer Angehörigen pflegen. Die Grabstätten berühmter Persönlichkeiten bewundern auch Touristen. Friedhöfe können faszinierende Reiseziele sein. Oft genügen ein paar Worte auf einem Grabstein, um die Geschichte eines ganzen Lebens zu erzählen. 

Der „Fröhliche Friedhof“ in Săpânţa im Kreis Maramureș im nördlichen Rumänien, direkt an der Grenze zur Ukraine, gehört zu den interessantesten Grabstätten des Landes und zählt zu den berühmtesten Friedhöfen der Welt. Der Friedhof wurde von Stan Ioan Patras gegründet. Der „Fröhliche Friedhof“ oder der „Heitere Friedhof“ heißt auf rumänisch Cimitirul Vesel. Cimitir bedeutet Friedhof und vesel – lustig, heiter, fröhlich, daher der „Fröhliche Friedhof“. Die Frage, ob diese Worte zusammenpassen, können wir Europäer nicht beantworten, denn wir haben andere Vorstellungen vom Tod. Nur die Maramureșer haben darauf eine Antwort. Sie gehen davon aus, dass die Seele unsterblich ist und der Tod ein Moment unendlicher Freude ist. Das ist Ausdruck ihrer Lebensweise, sie nimmt mit der Geburt ihren Anfang und endet mit dem Tod.

Der örtliche Künstler Patras (1908 – 1977) hat die hölzernen Grabstelen mit handgemalten Bildern der Verstorbenen und mit witzigen Sprüchen, die über den Verstorbenen erzählen, verziert. Jeder Verstorbene ist also mit einem Bild dargestellt, auch in Verbindung mit seiner beruflichen Beschäftigung. Als Stele (Säule, Grabstein) wird seit der griechischen Antike ein Pfeiler bezeichnet. Sie diente oft als Grabmal oder auch als Inschriftenstein. Es gibt Stelen aus Sandstein (Sachsen Anhalt), auch aus Edelstahl. Die Geschichte des „Heiteren Friedhofs“ ist sehr interessant. Der junge Patras hat sich 1935 verpflichtet ein Holzkreuz für einen verstorbenen, armen Menschen zu schaffen. Das farbenfrohe Grabmal bestand aus einem Holzkreuz, das bunt bemalt war und witzige Sprüche enthielt, die das Leben des Verstorbenen beschrieben. Die Dorfbewohner waren begeistert und bestellten seit dieser Zeit die Holzkreuze für ihre verstorbenen Verwandten. Für sich selber hat Patras vor seinem Tode auch ein Kreuz angefertigt. Auf seinem Kreuz steht, dass ihn bis zu seinem Tode Menschen aus 62 Ländern besucht haben. Der Friedhof wächst weiter, Patras hat sich zu Lebzeiten um Nachkommen gekümmert, die seine Arbeit fortsetzen. Mehr als 800 Holzkreuze sind inzwischen entstanden. Alle Holzkreuze in Blau stehen um die orthodoxe Kirche, die aus dem Jahre 1886 stammt. Hier ein Beispiel einer Übersetzung der Geschichte eines Toten: „Unter diesem schweren Kreuz liegt meine selige Schwiegermutter. Wenn sie noch drei weitere Tage gelebt hätte, wäre ich jetzt da unten und sie hätte das gelesen. Diejenigen, die hierher vorbei ziehen, sollten aufpassen , um sie nicht aufzuwecken. Denn wenn sie wieder nach Hause kommt, wird sie wieder mich beschimpfen. Aber ich werde mich so verhalten, dass sie nicht zurück kommt. Wenn wir nur Gelegenheit haben, sollen wir immer einen Abstecher auf die Friedhöfe machen.

Zum „Fröhlichen Friedhof“ lohnt sich besonders ein Besuch. Hier spürt man die Ehrfurcht vor der Vergänglichkeit.

Bearbeitung Anna Przytulecka


Nowe przymierze

Październikowa „Godzina biblijna” poruszała dwa zasadnicze tematy: ściśle biblijny dotyczący „nowego przymierza” oraz związany z nadchodzącym listopadem i Dniem Zmarłych.

Niejednokrotnie na naszych „Godzinach biblijnych” omawialiśmy bogatą i ważną tematykę przymierza w Biblii. Motyw ten nabiera tym większego znaczenia, jeśli uwzględnić słowa Jezusa w czasie Ostatniej wieczerzy: „bierzcie i jedzcie… (…), bierzcie i pijcie, to jest kielich Krwi mojej, nowego i wiecznego przymierza”. Można postawić pytanie, czy po wielokrotnym zawarciu przymierza w Starym Testamencie: z Noem, z Abrahamem, przez Mojżesza, a także po odnawianiu przymierza z Bogiem potrzebne było jeszcze nowe przymierze?

Liczne przestępstwa, grzechy, niewierności i nawet bałwochwalstwo prorocy interpretują jako odstępstwo od przymierza ze Stwórcą. Niewola babilońska jest nieuchronną karą za złamanie przymierza. Jednak: „Oto nadchodzą dni – wyrocznia Pana – kiedy zawrę z domem Izraela nowe przymierze. Nie jak przymierze, które zawarłem z ich przodkami, kiedy ująłem ich za rękę, by wyprowadzić z ziemi egipskiej. To moje przymierze złamali, mimo że byłem ich Władcą – wyrocznia Pana. Lecz takie będzie przymierze, jakie zawrę z domem Izraela po tych dniach – wyrocznia Pana: Umieszczę swe prawo w głębi ich jestestwa i wypiszę na ich sercu. Będę im Bogiem, oni zaś będą Mi narodem” (Jr 31,31-33).

Być może, że w czasie następnej „Godzinie biblijnej” zastanowimy się, co znaczy, że „nowe przymierze” jest jednocześnie „wiecznym przymierzem”?

W drugiej części październikowej „Godziny biblijnej” pani Anna Przytulecka opowiedziała o pewnym nietypowym cmentarzu w Rumunii.

„Wesoły Cmentarz”

„Wesoły Cmentarz” w północnej Rumunii, w pobliżu granicy z Ukrainą w miejscowości Săpânţa, zalicza się do najsławniejszych cmentarzy na świecie. Został założony przez miejscowego artystę Stana Ioana Pătraşa, który zobowiązał się zrobić nagrobek dla pewnego biedaka. Nagrobek ten tak bardzo spodobał się mieszkańcom wioski, że od tej pory zamawiali podobne dla swoich zmarłych krewnych. Na każdym z barwnych grobów stoi niebieski drewniany krzyż, a pod nim umieszczono dowcipne sentencje opisujące życie zmarłego, np. dotyczące jego zawodu, oraz ręcznie malowane obrazki. Dla siebie samego Pătraş również sporządził nagrobek. Jest tam napisane, że artystę odwiedzili ludzie z 62 krajów. Pracę Stana Ioana Pătraşa kontynuują jego potomkowie, dzięki którym „Wesoły Cmentarz” rozrasta się. Wszystkie drewniane krzyże stoją wokół prawosławnego kościoła pochodzącego z 1886 roku.

Cmentarze to wyjątkowe miejsca, dlatego szczególnie w nadchodzącym miesiącu warto je odwiedzać, aby odczuć głęboki szacunek wobec przemijania.

Opracowanie: Anna Przytulecka