Der 40. Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen wurde in diesem Jahr in der Breslauer Oper am 24.September 2016 durch den Niedersächsischen Minister für Inneres und Sport Boris Pistorius und den Vizemarschall der Woiwodschaft Niederschlesien Tadeusz Samborski verliehen. In seiner Begrüßungsrede sagte Minister Pistorius u. a. „Auch in zeitgeschichtlicher und gesellschaftlicher Hinsicht erfüllt der Kulturpreis eine doppelte Funktion. Er erinnert an das, was in der Vergangenheit gewesen ist. Er zeigt uns aber zugleich auch, was Deutsche und Polen verbindet und wie sich Völker untereinander verständigen können, Dieser Gedanke ist bis heute aktuell, und er wird auch in der Zukunft bleiben.“
Die Hauptpreise gingen an die Direktorin des Museums Gerhard-Hauptmann-Haus in Hirschberg-Agnetendorf Frau Julita Zaprucka und den Schriftsteller und Regisseur Hans-Dieter Rutsch der u.a. mehrere Bücher über Schlesien geschrieben hat. Dieses Jahr wurden zwei Sonderpreise verliehen: der erste ging an das Papiermuseum in Bad Reinerz / Duszniki Zdrój, das in seinem Gebäude die Geschichte der ehemaligen Papiermühle sowie die Entwicklung der modernen Papierproduktion darstellt.
Den zweiten Sonderpreis erhielt die Deutsche-Sozial-Kulturelle Gesellschaft in Breslau. Seine Laudatio begann Horst Milde mit einem kurzen Rückblick auf die Geschichte und Aktivitäten der Gesellschaft. Weiterhin betonte er „Mit ihrer gesamten Arbeit zielt die Tätigkeit der Deutschen Gesellschaf auf eine positive Partnerschaft mit der Mehrheitsbevölkerung. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag für die nach wie vor bitter notwendige Verständigung zwischen den Völkern und dient in einer Zeit nicht endender Kriege dem Frieden auf unserem Kontinent…“ und abschließend „Nach jahrzehntelanger ehrenamtlich erfolgreich geleisteter Arbeit ist es jetzt an der Zeit, diese europäische völkerverständigende Leistung öffentlich anzuerkennen, für ihre Treue zur Heimat zu würdigen und auszuzeichnen.“ Für die Auszeichnung der Deutsch-Sozial-Kulturellen Gesellschaft Breslau dankend sagte die Vorsitzende Fr. Zajączkowska u. a. „wir haben in unserem Leben, während unserer Tätigkeit in der Deutschen-Sozial-Kulturellen Gesellschaft verschiedene Phasen erlebt, großes Leid, Gleichgültigkeit, unverhoffte Freude, einmal waren die Beziehungen mehr als unterkühlt und unsere Arbeit wurde durch staatliche Reglementierungen und bürokratische Hindernisse erschwert und beinahe unmöglich gemacht, dann wieder begegneten wir Mitgefühl und menschlicher Wärme, stießen auf echtes Interesse und konnten gemeinsam wichtige Projekte verwirklichen. Immer aber bildeten Beziehungen und Bindungen auf der menschlichen Ebene die eine Grundlage, ohne die nichts funktionieren würde… Letztlich dient das alles einem großen Ziel, das auch in meinem Leben das allerwichtigste darstellt: den Frieden zu erhalten, nie mehr Krieg erleben zu müssen“.
Der Feierlichkeit wohnten auch der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz Dr. Joachim Giela und der Deutschenseelsorger in Niederschlesien Pater Dr. Marian Arndt bei.
Am Nachmittag traf sich Minister Pistorius, Horst Milde, Fr. Konsulin Wolbers und Vizemarschall Dr. Samborski mit dem Vorstand der Deutsch-Sozial-Kulturellen Gesellschaft Breslau zu einem Gespräch über gute Nachbarschaft.
B. Sz.
Nagroda Kulturalna Śląska
Nagroda Kulturalna Śląska jest przyznawana za osiągnięcia twórcom, którzy pochodzą ze Śląska lub działają na Śląsku. W tym roku laureatem, między innymi, zostało Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne z Wrocławia.
Foto: Leopold Stempowski