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Rekolekcje wielkopostne we wspólnocie niemieckiej.

„ja jestem krzewem winnym wy latoroślami…” mówi Jezus, kiedy trwamy w Chrystusie, jak latorośl w winnym krzewie, wtedy przynosimy owoc.

Die Einkehrtage in der deutschen katholischen Gemeinde begannen wie immer am Aschermittwoch. Dank den Predigten des Exerzitienmeisters Pater Leon Szymiczek konnten wir wiedermal über das Wesentliche im Leben nachdenken und unseren Glauben erneuern. Hiermit die Zusammenfassungen der Einkehrpredigten.
Aschermittwoch, den 18. 02. 2015
Jedes Lebenswesen muss sterben: Pflanzen, Tiere, Menschen. Daran erinnert uns die Bibel und heute die Liturgie des Aschermittwochs: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehren wirst.“ Für die Materialisten und Atheisten endet das Leben mit dem Tod, der Mensch wird zum Staub und es bleibt nichts mehr. Wir Christen glauben aber an die Auferstehung von den Toten. So wie Jesus auferstanden ist, so werden auch wir einst von den Toten auferstehen. Jesus sagte doch selbst am Grab des Lazarus: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt…“ (Joh 11,25). Wir Christen brauchen also vor der Asche, mit der wir heute bezeichnet wurden, nicht zu erschrecken. „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus unserem Herrn“ (Röm 6,23) Der Glaube an das ewige Leben bei Gott gibt uns Mut und erfüllt uns heute mit Freude.
Donnerstag, den 19.02.2015 „Die Verweltlichung“
Der Papst Franziskus sagte: „Eine große Gefahr für die Kirche ist die Verweltlichung“. Sie schleicht sich sogar in die Herzen der Christen ein. Und das Ziel der Verweltlichung ist die Ausrottung des Religiösen aus dem Leben der Gläubigen. Das Religiöse wird z. B. durch säkulare Zeremonien ersetzt, wie die Jugendweihe in der ehemaligen DDR. Es gibt eine sanfte Abschiebung der christlichen Glaubenswahrheiten, die durch säkulare Denkart ersetzt werden. Das spüren wir deutlich, wenn wir uns einige Weihnachtskarten anschauen. Vergebens suchen wir auf ihnen einen Bibelspruch oder ein Bild von der Geburt Jesu. Stattdessen werden Kinder mit Schlitten oder Eisläufer dargestellt. Und eine Innschrift: „Frohe Festtage“ sagt noch nichts über die Geburt Jesu.
Ähnlich sieht es mit den Osterkarten aus. Einen Hinweis auf Jesu Auferstehung gibt es noch kaum.
Bei Beerdigungen ertönt oft weltliche Musik, sogar Schlager werden von einer CD abgespielt. Trauungen gleichen einem weltlichen Treiben und vom Ehesakrament hört man kaum etwas.
Dem Menschen will man die Augen auf den Himmel schließen. Darum erinnern wir uns an die Worte des hl. Paulus: „Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken“ (Röm 12,2).
Freitag, den 20.02.2015. „Ist die Kirche noch attraktiv?“
Man behauptet, die Kirche sei rückständig und habe keine Anziehungskraft mehr. Dem ist es nicht so. Einige Konversionen beweisen das Gegenteil. Steffen Seibert, der ehemalige Moderator des ZDF’s moderierte seit 2003 die Sendung „Heute“. Er wurde evangelisch getauft, aber später verdunstete in ihm der Glaube. Fünfzehn Jahre lebte er ohne Glauben. In Amerika hat er sich mit einem polnischen Dominikanerpater befreundet. Später nahm er mit Kardinal Lehmann Kontakt auf und letzten Endes hat er den katholischen Glauben angenommen. Mit seiner Familie ist er ein praktizierender Katholik. Über sich selbst sagt er: „Ich kann nur sagen, dass dieser Schritt mich sehr glücklich macht. Und dass ich noch das Gefühl habe, da ist noch viel Weg vor mir, den ich aber wirklich bis zum Letzten gehen möchte.“ Steffen Seibert ist bis heute Regierungssprecher bei Frau Kanzlerin Merkel.
Samstag, der 21.02.2015. „Kirche – pilgerndes Volk Gottes“
Durch die hl. Taufe wurden wir von der Erbschuld befreit, wir erhielten die heiligmachende Gnade sowie die Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe.
Jeder Getaufte wurde in die Kirche eingegliedert und pilgert in der Schar der Getauften zum ewigen Heil. Maria geht der pilgernden Kirche voraus und erleuchtet uns den Weg.
Damit das pilgernde Volk genügend Kraft hat auf rauen Pfaden zu Gott zu schreiten, spendet Gott durch die Kirche dem Volk Gottes die Sakramente: durch die Firmung werden wir im Glauben gestärkt, durch das Sakrament der Busse vom Irrweg in die Kirche zurückgeholt, durch die Eucharistie vereinigen wir uns mit Gott, durch die Krankensalbung wird uns geholfen die Schwelle zum ewigen Leben zu überschreiten. Durch das Sakrament der Ehe wächst die Kirche und durch die Priesterweihe schenkt Gott dem Volke Verkünder des Wortes Gottes und Spender der Eucharistie. Mit Recht nenn man die Sakramente Vitaminen zur Stärkung des pilgernden Volkes Gottes.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA1. Fastensonntag, der 22.02.2015. „Lasst euch nicht aus der Fassung bringen“
Zum Abschluss seiner ersten Deutschlandreise (im 1980) hat Papst Johannes Paul II. dem deutschen Volke zugerufen: „Lasst euch nicht aus der Fassung bringen.“ (2 Thess 2, 2-3).
Ziel unserer Pilgerreise auf Erden ist das Himmelreich, wo wir Gott von Angesicht zu Angesicht schauen werden. Der Satan will uns von dem Weg, der zu Gott führt, abbringen und unser Glück zerstören. Das Evangelium nach Markus1,40-45 vom ersten Fastensonntag berichtet, wie Satan sogar zu Jesu kam, um ihn zu Fall zu bringen. Er kommt auch an uns heran und versucht, das ewige Glück, zu dem wir berufen sind, zu zerstören. Seine List entlarvte der reformierte Theologe aus Zürich Walter Nigg in seinem Buch: „Der Teufel und seine Knechte“. Satans Methode ist Lüge. Er zeigt sein Antlitz nicht, sondern wirkt durch den Antichristen. Lasst euch also nicht aus der Fassung bringen durch verschiedene Ideologien, sondern glaubt dem Evangelium. Maria hat dem Satan den Kopf zertreten. Ihr wollen wir uns anvertrauen.