„Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt“ sagte Berthold Brecht. Die meisten Menschen behalten ihr Leben lang die Erinnerung an die verstorbenen Verwandten, Freunde, Bekannten und diejenigen, die ihr Leben beeinflusst haben. Gedanken, Gebete begleiten die Verstorbenen das ganze Jahr hindurch, aber im November gedenken wir besonders derjenigen, die uns nahe standen.
Mit Freude und Genugtuung konnten wir auch zur Kenntnis nehmen, dass an dem Lapidarium für die ehemaligen deutschen Breslauer aus den vielen zerstörten Friedhöfen der Stadt im Gräbschner Park viele Lämpchen an diesem Tage auch von den jetzigen Bewohnern der Niederschlesischen Hauptstadt angezündet wurden. Auch brennende Grablichter in Breslauer Parks, die auf zerstörten Friedhöfen entstanden, zeugen vom Umdenken.
Am 15. November am Vortag des Volkstrauertages trafen Vertreter der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft in Breslau, Vertreter des DFK aus Proskau und anderer Oppelner Freundschaftskreise mit den deutschen Gemeinden beider Konfessionen am Soldatenfriedhof in Groß Nädlitz / Nadolice Wielkie zusammen, um der im II. Weltkrieg gefallenen Soldaten zu gedenken. Die Gedenkstunde eröffnete Herr Harald Schrödter vom Volksbund der Kriegsgräberfürsorge, der allen, die bisher die Gräber der deutschen Soldaten gepflegt haben und allen die an der heutigen Zeremonie stellvertretend für die Angehörigen der Gefallenen teilnahmen, herzlich dankte. Nach der Kranzniederlegung trug Frau Konsulin Elisabeth Wolbers das Totengedenken vor. Sie sagte u.a. „Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker… Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung…
Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.“ Nachdem die Breslauer Gesanggruppe das Lied „Morgenrot“ gesungen hatte, ergriff Pater Leo Szymiczek OFM das Wort und sprach über die Notwendigkeit des Friedens unter den Völkern, über den Frieden, der in den Herzen der Menschen beginnt.
Der Pfarrer der Gemeinde Radoschau, aus der 24 exhumierte Soldatengebeine nach Groß Nädlitz gebracht wurden, sagte: wir kamen hierher um den Soldaten die Ehre zu erweisen. Solle dieses Ereignis eine Lehre für die Jugend sein, damit sie um jeden Preis den Frieden anstreben.
Pastor Fober knüpfte in seiner Ansprache an die Worte „In der Welt habt ihr Angst, aber seit getrost, ich habe sie überwunden“. Wir sollen die Enge des Lebens bekämpfen, dann ist die Angst weg, meinte der Pastor und ein Mittel gegen die Angst ist das Gebet. Abschließend wünschte er uns Frieden untereinander und Frieden im Herrn. Nach der Ansprache der Geistlichen begaben sich alle an das offene Grab, in dem sich 175 Särge mit den sterblichen Überresten der deutschen Soldaten die in der letzten Zeit in verschiedenen Orten Niederschlesiens und der Oppelner Region exhumiert und umgebettet wurden, befanden. Beim Lied „Der gute Kamerad“ nahm jeder persönlichen Abschied von den gefallenen Soldaten.
B. Sz.
Modlitwa za poległych
Na cmentarzu żołnierzy niemieckich w Nadolicach Wielkich pod Wrocławiem miało miejsce w przededniu ewangelickiego dnia żałoby, 15 listopada 2014 roku, nabożeństwo ekumeniczne za zmarłych i poległych. Na cmentarzu zwanym „Parkiem Pokoju” zebrali się przedstawiciele wspólnot duszpasterstwa niemieckiego obu grup wyznaniowych – katolickiej i ewangelickiej – z pastorem Andrzejem Foberem. Obecni byli również przedstawiciele Konsulatu Niemieckiego na czele z panią konsul Elisabeth Wolbers, członkowie Towarzystw Niemieckich, ksiądz proboszcz z miejscowości Radoszowy oraz spora grupa osób z Prószkowa i z innych miejscowości Opolszczyzny. Podczas nabożeństwa pochowano ekshumowane szczątki żołnierzy niemieckich odnalezione w wielu miejscach województw dolnośląskiego i opolskiego.
Ojciec Leon Szymiczek wygłosił kazanie, w którym mówił między innymi o konieczności wychowania do pokoju, gdyż wojna i terroryzm uniemożliwiają wspólne życie ludzkości i nie rozwiązują żadnych problemów. Do pokoju wychowuje nas przykazanie miłości: „Będziesz miłował Pana Boga… a bliźniego swego jak siebie samego”. MAr