Am Sonntag, den 28. Oktober 2018, im liturgischen Kalender war es der 30. Sonntag im Jahreskreis, predigte in der hl. Messe für die deutsche Gemeinde in Breslau P. Leo Szymiczek OFM. Die Predigt kann man hier nachlesen.

Niedzielna homilia o Bartymeuszu

W niedzielę dnia 28 października 2018 homilię głosił o. Leon, który nawiązał do Ewangelii o uzdrowieniu Bartymeusza. Ten niewidomy żebrak u bram Jerycha doczekał się wyjątkowego dnia w swoim życiu, gdy przez miasto przechodził Jezus z Nazaretu. Bartymeusz usłyszawszy o tym, zaczął wołać: Jezusie, Synu Dawida, ulituj się nade mną. Nazwanie Zbawiciela Synem Dawida jest wyznaniem wiary. Jezus dostrzegając wiarę Bartymeusza, przywraca mu wzrok. Kaznodzieja o. Leon rozwinął wątek o świetle wiary w naszym życiu.
Zdjęcie przedstawia miejsce, gdzie odkryto zabudowania Jerycha z czasów Nowego Testamentu. Są to pozostałości architektoniczne skromnej zabudowy. Na kolejnej fotografii widzimy współczesnego jerozolimskiego żebraka, który tak jak Bartymeusz z wiarą wyciąga rękę po jałmużnę.
My także pełni wiary i nadziei chcemy wołać: Jezusie, Synu Dawida, ulituj się nade mną, aby Syn Boży uleczył nasze zranienia, umacniając naszą wiarę.

Na zdjęciach jest Jerycho. okolica gdzie było miasto w czasach Jezusa, oraz niewidomy żebrak w dzisiejszej Jerozolimie.

Die Predigt

Der französische Existenzialist und Atheist, Jean Paul Sartre, hat das Leben der Menschen von Heute so geschildert: „Das Leben des Menschen ist wie ein dunkler Kahn auf dem dunklen Meer unter einem dunklen Himmel mit einem Steuermann an Bord, der blind und taub ist.” Es ist ein düsteres Bild, das Sartre aufgezeichnet hat. Als Atheist lebte er fern von Gott, in einem Hotel in Paris. Seine Lebensgefährtin war Simone de Bevoire, eine bekannte Feministin in ganz Europa. Es wundert uns nicht, dass der ungläubige Sartre das Leben der Menschen so traurig geschildert hat. Er ist blind geworden, in seinem Unglauben geblieben und von allen verlassen 1980 verstorben.
Heute hörten wir das Evangelium von einem blinden Mann Bartimäus, der über sich auch nur einen dunklen Himmel hatte. Es geschah aber etwas ganz wichtiges in seinem Leben. Als er von Jesus hört, ruft er mit großer Sehnsucht: „Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir!“ Obwohl er blind ist, weiß er, wer Jesus ist: der Sohn Davids, der Messias.
Da bleibt Jesus stehen und lässt ihn rufen. Jesus schickt Menschen aus, die dem blinden Bettler zureden: „Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich.“ Da wirft Bartimäus seinen Mantel weg, springt auf und läuft auf Jesus zu. Man spürt förmlich, wie der Mantel wegfliegt und wie da alles von ihm wegfällt, was ihn schwer macht und zu Jesus hindert. Wer zu Jesus will, lässt alles zurück, was zwischen ihm und Gott steht. So war es im Leben des Heiligen Franz von Assisi und im Leben des Hl. Bruder Klaus von der Flüe. Er betete: „Herr, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir.“ Auf alles verzichten – da ist christliche Freiheit. Als Bartimäus seinen Mantel weggeworfen hatte, entstand in ihm die Sehnsucht seines Herzens: „Rabbuni, ich möchte wieder sehen können.“ Jesus heilt den armen Bettler, der mit seinen geheilten Augen nicht nur Jesus sieht, sondern erkennt seine Berufung und seinen Lebensweg: Er folgt Jesus, der von sich gesagt hat: „Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wird in der Finsternis nicht wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben (Joh 8,12).
Wir Christen wurden durch die Taufe in die Kirche eingegliedert. Wir sitzen also nicht in einem dunklen Boot unter einem dunklen Himmel und haben keinen blinden Steuermann, der taub ist. Wir haben einen Steuermann, den Sohn Gottes Jesus Christus. Er ist Mensch geworden, um uns zu erlösen, um das Boot der Kirche zum ewigen Heil zu steuern. Jesus wurde in Beetlehem aus der Jungfrau Maria geboren, hat dreißig Jahre lang in der Verborgenheit in der Familie gelebt. Drei Jahre lang hat er das Evangelium verkündet und dann ist er am Kreuz gestorben, um uns die Gnaden zu verdienen, die wir zum ewigen Leben brauchen. Damit diese Erlösungsgnaden allen Menschen bis zum Ende der Welt zugewendet werden können, hat Christus die Kirche gestiftet.
Wer sich dieser Kirche anvertraut, dem werden die Augen geöffnet und er wird erkennen, dass er in einem Boot mit Jesus Christus sitzt, der das Licht der Welt ist. Wir Christen können froh und glücklich sein, dass wir einen Steuermann haben, der uns zum Himmel fährt. Wir müssen ihm uns nur anvertrauen.

Soweit die Predigt.

Bartimäus war ein im Neuen Testament erwähnter blinder Bettler aus Jericho, den Jesus Christus wegen seines Glaubens heilte (Mk 10,46-52).

Vom alten Jericho ist nicht viel zu finden. Man fand nur archäologische Überreste, die beweisen, in welcher Gegend die Stadt Jericho in der Zeit des Neuen Testaments sein könnte. Die Landschaft dieser Gegend Jerichos zeigt das erste Foto. Das zweite Foto zeigt einen blinden Bettler in Palästina.