Aus Anlass des 750. Jahrestages der Heiligsprechung der hl. Hedwig, wurde im ehemaligen Zisterzienserkloster in Trebnitz ein karitativer Karnevalsball organisiert.

Die Borromäerinnen und die Stiftung „By służyć“ (polnisch: Um zu dienen), kamen auf diese Idee, um auf diesem Wege die Renovierung des Klosterdaches zu unterstützen.

W klasztorze w Trzebnicy zorganizowano charytatywny bal karnawałowy.

Herzog Heinrich I. und seine Gemahlin, die (spätere heilige) Hedwig von Schlesien gründeten im Jahre 1202 in Trebnitz das Kloster der Zisterzienserinnen mit einer Kirche.

Bis heute kann man die ältesten Überreste und Zeugnisse der ursprünglichen dreischiffigen romanischen Basilika sehen. Im Jahre 1267 wurde die Süd-Apsis abgebrochen und eine große Kapelle errichtet für die zahlreichen Besucher des Hedwigsgrabes. In dieser Hedwigs-Kapelle, dem ersten hochgotischen Raum in Schlesien, befindet sich seit 1679 das Grab der heiligen Hedwig.

Das Kloster, das erste Frauenkloster in Schlesien, mit 115 m Länge und 88 m Breite gehört zu den größten Klosterbauten Mitteleuropas. Das heutige spätbarocke Klostergebäude wurde in den Jahren 1697−1726 als ein harmonisch gestaltetes zweigeschossiges Bauwerk mit zwei Eckpavillons errichtet. Das Kloster als herzogliche Abtei der Zisterzienserinnen überstand bis 1810, zur Säkularisation. Die Schwestern waren gezwungen das Kloster zu verlassen. Ab 1861 sind in diesem Kloster die Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus.

Der karitative Karnevalsball wurde organisiert, um die Kosten der Erhaltung, Renovierung besonders des Dachs mindestens teilweise zu überbrücken.

Die Teilnehmer wurden gebeten in historischen Kostümen aus der Zeit der hl. Hedwig zu kommen. Auf dem Programm der Veranstaltung stand u. a. auch der Auftritt von Marcin Styczeń mit seinem Team, der zu diesem Anlass ein Lied über die heilige Hedwig schrieb, das man hier abhören kann.

Die heilige Hedwig geht barfuß zu ihren Krüppeln, die sie pflegt… Die heilige Hedwig geht barfuß mit ihren Krüppeln in den Himmel, möge sie auch unsere Fürsprecherin sein.“

MAr