Das Sommerfest im DFK Glatz am 18 Juni 2016 begann mit einem Einsegnen der Gedenktafel für die ermordeten Deutschen und Polen; es folgte eine feierliche hl. Messe in der Franziskanerkirche, Hauptzelebrant und Prediger war Pfr. Franz Jung. Ein frohes Miteinander am Tisch in Bad Altheide bildete die Krönung des Tages.
W Kłodzku przy ul. Grunwaldzkiej odsłonięto tablicę o treści:
„Pamięci Niemców i Polaków – więzionych, okrutnie torturowanych i zamordowanych w tym miejscu w latach 1945-1948 przez polski kłodzki Urząd Bezpieczeństwa. Ich ofiara zobowiązuje potomnych do pamięci, pojednania i przebaczenia. Rodziny zmarłych, społeczność Kłodzka. 18 czerwca 2016.”
Następnie odprawiono uroczystą Mszę św w kościele franciszkanów. Głównym celebransem i kaznodzieją był ks. Franz Jung. Z wygłoszoną homilią można się zapoznać. Uroczysty dzień zakończył się „świętem lata” w Polanicy Zdroju.
Die Predigt von Pfr. Franz Jung. Kazanie.
Liebe Schwestern und Brüder,
der emeritierte Bischof von Erfurt Dr. Joachim Wanke hat aus Anlass des 800. Geburtstages der hl. Elisabeth 2.000 Gläubige seiner Diözese nach neuen und aktuellen Werken der Barmherzigkeit befragt. Unser Papst Franziskus gibt mit seiner Theologie und Verständnis für die Anliegen der Kirche dem Wort der „Barmherzigkeit” neues Leben. Wer immer diese Werke der Barmherzigkeit in die Tat umsetzt, der macht die Kirche glaubwürdig, die so viel an Glaubwürdigkeit verloren hat.
Ich will Sie ermuntern zu einem oder mehreren Werken der Barmherzigkeit.
Einem Menschen sagen:
1. Du gehörst dazu
1946 nach der Vertreibung gehörten wir nicht dazu: „Ihr von da hinten, von da drüben, Ihr sprecht ja sogar deutsch.” Das tat schon weh, vor allem unseren Eltern. Wir waren die Flüchtlinge. Mein jüngerer Bruder mit damals 8 Jahren blieb in seiner Schulbank sitzen als der Lehrer die „Flüchtlinge” bat einmal aufzustehen. Mein Bruder gab dem Lehrer zur Antwort: Mein Vater hat uns beigebracht, dass wir Vertriebene, keine Flüchtlinge sind. Das hat der Lehrer sich gemerkt.
Es hat lange gedauert bis wir dazu gehörten in der Kirchengemeinde, in den Vereinen, in der Nachbarschaft. Unsere Menschlichkeit, unsere Tüchtigkeit hat dann doch die Zugehörigkeit möglich gemacht.
Bei den vielen Flüchtlingen heute und denen, die die Heimat verlassen, um ihr Leben zu retten, sind wir Christen vor allem gefragt, Menschen aufzunehmen und ihnen Heimat zu geben.
2. Ich höre Dir zu
Das große Übel unserer Zeit ist, dass wir nicht mehr zuhören können und wollen. Wir gönnen dem anderen nicht mal mehr die Krankheit. Jeder Krankheit des anderer setze ich schnell meine eigene Krankheit entgegen. Ich kann den anderen nur dann verstehen, wenn ich ihn ausreden lasse und ganz zuhöre. Wie oft habe ich Dir das schon gesagt, aber Du hörst mir ja nicht zu.
3. Ich rede gut über Dich
Alt-Bischof Franz Kamphaus aus Limburg hat das Wort der Bibel „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind (Mt 18, 20) so ergänzt, „da haben sie den dritten oder vierten zwischen den Zähnen”. Es ist so leicht über andere schlecht statt gut zu reden.
4. Ich gehe ein Stück Weg mit Dir
Die Kirche ist immer wieder von neuem Weg-Gemeinschaft. Die Jünger von Emmaus sind das Paradebeispiel. Jesus sendet die Jünger zu zweit jeweils zur Verkündigung seiner Botschaft. Wer einen ein Stück des Weges begleitet, erfährt viel vom anderen und kann vor allem dem anderen Mut und Zuversicht mitgeben. Selbst im Telefongespräch kann ich ein Weggefährte sein.
5. Ich teile mit Dir
Vor fünf Wochen habe ich einen westfälischen Schulfreund beerdigen müssen. Er hat über ein Jahr lang sein Schinkenbutterbrot mit mir geteilt bis sich unsere Schulwege trennten.
Dieses Teilen hat eine bis heute dauernde Freundschaft bewirkt, die in die ganze Familie hineinreicht.
Wir können so viel von dem, was wir haben und noch mehr was wir sind, dem anderen mitteilen. Auch die kostbare Zeit ist teilbar. „Danke, das Du mir Zeit geschenkt hast”, höre ich oft bei Telefonaten. Das letzte Hemd hat keine Taschen!
6. Ich besuche Dich
Heute haben auch die Rentner keine Zeit mehr zu Besuchen. Jeder ist auf Achse und wer nicht unterwegs ist, bleibt oft allein. Es gibt so viele Einsame, die sich über einen Besuch freuen. Man muss sich nur aufraffen, dann schafft man auch Besuche.
7. Ich bete für Dich
Wann haben Sie das letzte Mal ganz intensiv für einen anderen gebetet in Krankheit, im Todesfall gebetet für Angehörige?
Kranke in der Gemeinde, wo ich Pfarrer war, sagten mir oft: Pastor, wir beten (ich bete) für Sie. Das war für mich oft die Erklärung, dass neue Kräfte in mir freigesetzt wurden. Beten Sie für Leute, die Ihnen quer gekommen sind, die Sie nicht leiden mögen. Sie können Ihnen dann nicht mehr so begegnen wie vorher. Dazu gehört auch das Gebet für Feinde!
Wenn Papst Franziskus ab Advent des neuen Kirchenjahres 2016 das „Jahr der Barmherzigkeit” ausgerufen hat, bieten sich mit den genannten neuen Werken der Barmherzigkeit genug Möglichkeiten, Ihr Herz, ihre Barmherzigkeit zu zeigen. Gott hat uns sein Herz in Jesus Christus geschenkt, eine Einladung ihm nachzugehen! Amen!