{"id":905,"date":"2016-03-06T23:27:45","date_gmt":"2016-03-06T22:27:45","guid":{"rendered":"http:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/?p=905"},"modified":"2016-03-20T00:10:27","modified_gmt":"2016-03-19T23:10:27","slug":"einkehrtage-rekolekcje","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/index.php\/2016\/03\/einkehrtage-rekolekcje\/","title":{"rendered":"Einkehrtage \u2013 rekolekcje"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u201eKehrt um und glaubt an das Evangelium\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter diesem Motto begannen am Aschermittwoch die f\u00fcnft\u00e4gigen geistlichen \u00dcbungen, die zu einer intensiven Besinnung und Begegnung mit Gott f\u00fchren sollten. In einer Gesellschaft, in der Leistung ein Bewertungskriterium ist, ist es wichtig wenigstens paar Tage abschalten zu k\u00f6nnen und den Exerzitien zu folgen in deren Mittelpunkt die Beziehung zwischen Gott und dem Menschen steht. <!--more-->Das tut die deutsche katholische Gemeinde jedes Jahr w\u00e4hrend der ersten Tage der Fastenzeit. Ein Blick auf das Altar machte uns die drei Anliegen dieser Zeit: das Fasten, das Beten und das Almosen bewusst, die Schwester Nikodema graphisch und anhand Requisiten dargestellt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der diesj\u00e4hrige Exerzitienmeister war Pfarrer Mons. Andreas Straub aus Bayreuth. Aschermittwoch ist der Tag, an dem wir das Aschenkreuz empfangen und darauf hingewiesen werden \u201ebedenke Mensch, dass du Staub bist und zu Staub zur\u00fcckkehren wirst\u201c, sagte Pfarrer Straub in seiner ersten Predigt. In der mit diesem Tag beginnenden 40t\u00e4gigen Fastenzeit, geht es eigentlich um eine geistige Entschlackung. Der Benediktiner Pater Anselm Gr\u00fcn f\u00fchrt das Wort Busse auf das \u201ebesser werden\u201c zur\u00fcck. Das Wesentliche in der Fastenzeit ist das Umkehren und das Umdenken. Das Umkehren beginnt zuerst in unseren Gedanken, betonte der Prediger. Das B\u00f6se wird zuerst in den Gedanken geplant, darum beten wir auch in dem Schuldbekenntnis \u201eich habe ges\u00fcndigt in Gedanken, Worten und Werken\u201c. Wenn wir jedoch wissen, dass Jesu unser Heiland und Retter ist, dass er uns Freude und Frieden und Leben in F\u00fclle schenken will, dann sei Umkehr nicht Busse sondern Freude. Abschlie\u00dfend w\u00fcnschte er \u201em\u00f6gen Sie als Familie Gottes sich gern hier einfinden, Kraft aus dem Glauben sch\u00f6pfen, damit uns die Nachfolge Christi erf\u00fcllt\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/w-tek\u015bcie.jpg\" rel=\"attachment wp-att-909\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-909\" src=\"https:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/w-tek\u015bcie-300x200.jpg\" alt=\"w tek\u015bcie\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/w-tek\u015bcie-300x200.jpg 300w, https:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/w-tek\u015bcie-768x511.jpg 768w, https:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/w-tek\u015bcie-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/w-tek\u015bcie.jpg 1203w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die zweite Predigt, die dem Glauben gewidmet war, fiel auf den 11. 02., den Weltgebettag der Kranken, den vor 24 Jahren Papst Johannes Paul II. eingef\u00fchrt hat. An diesem Tage, sagte der Exerzitienmeister, sollten wir besonders innenhalten und sich die Frage stellen, ob wir bereit sind unsere Herzen zu \u00f6ffnen, damit Gott auf unsere Herzen schaut und nicht auf unser \u00c4u\u00dferes. Unser Hauptgebot sei auch daf\u00fcr zu sorgen, dass sich unsere Nachkommen f\u00fcr Gott entscheiden, christliche Werte verteidigen und Gott und den N\u00e4chsten lieben, wie sich selbst. Der christliche Glauben hat menschliches Wertvolles in sich : Liebe, Barmherzigkeit, Vergebung und Vers\u00f6hnung. Glauben hei\u00dft Vertrauen auf Gott. Im lateinischen Wort \u201ecredo\u201c ist eigentlich das Wort \u201ecordo\u201c enthalten und das bedeutet : ich gib mein Herz hin. Das Leben ist verg\u00e4nglich, aber wir setzen unsere Hoffnung auf Gott, deshalb m\u00fcssen wir uns nicht f\u00fcrchten, stellte der Priester fest.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber Gott unseren Vater und den Frieden predigte Monsignore Straub am dritten Tag der Exerzitien. In anderen monotheistischen Religionen wird Gott als jemand unnahbarer anerkannt: die Muslime rufen \u201eAllah ist gro\u00df\u201c und im Judentum lautet der Ruf \u201eH\u00f6re Israel\u201c. Die Christen dagegen erfahren ihren dreifaltigen Gott als Vater, der zwar gerecht aber auch barmherzig ist. In der Bibel kommt sehr oft das Wort Abba \u2013 Vater vor. Besonders am Freitag denken wir an die Worte Jesu \u201eVater in deine H\u00e4nde empfehle ich meinen Geist\u201c. Der Prediger animierte die Anwesenden zu Hause nachzudenken, wie empfinde ich Gottes Hand in meinem Leben und was f\u00fcr Funktionen H\u00e4nde aus\u00fcben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beten wir bewusst besonders in der Fastenzeit das Vaterunser und achten wir auf alle Bitten, die in diesem Gebet ausgesprochen werden, sagte der Priester.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Bezug auf das Buch \u201eDer Name Gottes ist Barmherzigkeit\u201c vom Papst Franziskus betonte Pfarrer Straub, dass der Papst auch Br\u00fccken zu anderen Religionen schlagen m\u00f6chte, denn Gott hat ein barmherziges Herz zu allen. Davon zeugt auch das Treffen des Papstes Franziskus mit dem orthodoxen Patriarchen von Moskau Kyrill, damit das Gespr\u00e4ch zwischen den Konfessionen weitergef\u00fchrt und Frieden gestiftet wird. Gott will sicher keinen Krieg und keinen Hass. Wir brauchen H\u00e4nde, die Frieden reichen, beteuerte der Geistliche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der vierten Predigt der Einkehrtage ging der Exerzitienmeister auf die Botschaft des Papstes Franziskus zum 24 Weltgebettag der Kranken ein. Die \u00dcberschrift dieser Botschaft lautet: Sich wie Maria dem barmherzigen Jesus anvertrauen \u201e Was er euch sagt, das tut\u201c (Joh 2,5). Sein erstes Zeichen hat Jesus nicht an Kranken oder Leidenden vollbracht sondern an dem Brautpaar in Kana durch die F\u00fcrsprache Marias. \u201eIn der F\u00fcrsorge Marias spiegelt sich die z\u00e4rtliche Liebe Gottes. Diese Z\u00e4rtlichkeit wird im Leben vieler Menschen gegenw\u00e4rtig, die den Kranken zur Seite stehen und deren Bed\u00fcrfnisse zu erkennen wissen, auch die kaum wahrnehmbaren, denn sie haben einen Blick voller Liebe\u201c schreibt Papst Franziskus in seiner Botschaft. \u201eM\u00f6ge es auch uns geschehen, dass wir im Jahre der Barmherzigkeit selber von der Barmherzigkeit zehren und dass wir unseren Kranken, Einsamen und Leidenden zur Seite stehen\u201c f\u00fcgte der Prediger hinzu. Durch die Diener, die in Kana die Kr\u00fcge mit Wasser f\u00fcllten, wollte Jesus Heil und Segen spenden. So will er auch durch uns Hilfe und Trost spenden und weitergeben. Monsignore Straub w\u00fcnschte allen, damit sie besonders in der Fastenzeit die Botschaft des Papstes Franziskus verinnerlichen, denn dadurch k\u00f6nnen wir viel Freude und Erf\u00fcllung erfahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der hl. Messe lud der Exerzitienmeister alle Anwesende zu einer Begegnung im Saal der Hedwigschwestern. Bei einer Tasse Tee und S\u00fc\u00dfigkeiten versuchten wir uns n\u00e4her kennenzulernen. Pfarrer Straub erz\u00e4hlte uns \u00fcber seinen Weg als Banatdeutscher und seine T\u00e4tigkeit als Visitator der Donaudeutschen und Fr. Zaj\u0105czkowska berichtete \u00fcber das Leben der in Breslau gebliebenen Deutschen. Abschlie\u00dfend wurden aber auch die Gedanken \u00fcber die vielen Funktionen der H\u00e4nde aus den Exerzitienpredigten aufgenommen und besprochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Thema der letzten Predigt war die Versuchung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/pod-koniec-tekstu.jpg\" rel=\"attachment wp-att-910\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-910\" src=\"https:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/pod-koniec-tekstu-300x200.jpg\" alt=\"pod koniec tekstu\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/pod-koniec-tekstu-300x200.jpg 300w, https:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/pod-koniec-tekstu-768x511.jpg 768w, https:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/pod-koniec-tekstu-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/pod-koniec-tekstu.jpg 1203w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die Fastenzeit soll uns motivieren nach Gott Ausschau zu halten. Um Gott n\u00e4her zu kommen und umzukehren brauchen wir Ruhe und nicht die Hektik des heutigen Alltags, in der wir sehr schnell Gott aus unserem Blickwinkel verlieren. Jesus reagiert auf die Versuchung des Satans in der W\u00fcste mit den Worten \u201e der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein\u201c. Fastenzeit ist auch eine Einladung, betonte der Prediger. Durch den Verzicht auf das gewohnte kann man wieder das Lebenswerte und Wesentliche wie Liebe, gemeinsame Zeit mit Partnern, Kindern und Freunden, Gelassenheit ins Auge fassen. Fastenzeit ist auch eine Chance Neues im Alltag zu entdecken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir werden im Alltag verlockt mit verschiedenen materiellen Sachen. Denken wir jedoch, dass nicht haben sondern sein gl\u00fccklich macht, erinnerte Pfarrer Straub Unsere W\u00fcnsche sollten auch revidiert werden: muss das unbedingt sein? Es w\u00e4re gut besonders in der Fastenzeit am Tag auch innezuhalten, Beichte ablegen, Bu\u00dfe tun und bei allem was wir tun dem\u00fctig sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine andere Art der Versuchung ist selbst sein zu wollen wie Gott. Christus hat uns selbst vorgelebt, wie wir der Versuchung Widerstand leisten k\u00f6nnen. Nur wenn wir aufmerksam auf das bleiben, was unser Leben reich macht, bereit sein die falschen G\u00f6tzer zu entthronen und dem\u00fctig dabei bleiben, bleibt unser Leben menschlich, sinnvoll, frei und reich, stellte der Prediger fest.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Namen der Gemeinde dankte Frau Dorothea Bielawska dem Exerzitienmeister f\u00fcr die tiefgr\u00fcndigen und aufrichtigen Worte sowie f\u00fcr seine freundliche und g\u00fctige Zuwendung und w\u00fcnschte ihm weiterhin Gesundheit, Schaffenskraft, Freude und Glauben, dass alles was er tut einen Sinn hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>zusammengefasst : B. Sz.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eKehrt um und glaubt an das Evangelium\u201c Unter diesem Motto begannen am Aschermittwoch die f\u00fcnft\u00e4gigen geistlichen \u00dcbungen, die zu einer intensiven Besinnung und Begegnung mit Gott f\u00fchren sollten. 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