{"id":7355,"date":"2022-09-18T10:37:00","date_gmt":"2022-09-18T08:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/?p=7355"},"modified":"2022-10-05T23:59:50","modified_gmt":"2022-10-05T21:59:50","slug":"wallfahrt-der-nationen-pielgrzymka-narodow-pout-narodu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/index.php\/2022\/09\/wallfahrt-der-nationen-pielgrzymka-narodow-pout-narodu\/","title":{"rendered":"Wallfahrt der Nationen &#8211; Pielgrzymka narod\u00f3w &#8211; Pou\u0165 n\u00e1rod\u016f"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was f\u00fchrt den Pilger dieser Erde&#8230;<\/strong> In dem in Niederschlesien gern gesungenen Kirchenlied werden einige Ziele von Pilger-Wanderreisen genannt. Das Ziel unserer dritten Pilgerreise in diesem Jahr, die uns am 18. September nach Zlate Hory (Zuckmantel) f\u00fchrte, waren Danksagungen, Bitten und offene Herzen f\u00fcr das in der Maria-Hilf-Kirche verk\u00fcndete Wort Gottes. Die im Innenhof der Kirche versammelten Pilger aus Polen, Deutschland und Tschechien verband die Zugeh\u00f6rigkeit zur Gemeinschaft im Glauben. Bereits das 26. Mal nach dem Wiederaufbau der Pilgerst\u00e4tte kam diese Wallfahrt der Nationen zustande, aber die Wurzeln der Pilgerbewegung zu diesem Ort reichen bis ins Jahr 1718 zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pfarrer Tarlinski und Pfarrer Jo\u0144czyk bereiteten die Pilger mit Gebeten und Gesang auf die Eucharistiefeier vor. Das Hochamt hielten Weihbischof Martin David aus Ostrau-Troppau und Bischof Rudolf Pierska\u0142a aus Oppeln zusammen mit mehreren polnischen und tschechischen Geistlichen, darunter auch Pater Arndt aus Breslau, dem Seelsorger der deutschen Minderheit in Niederschlesien. Gemeinsam sang und betete man in deutscher, polnischer und tschechischer Sprache.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Motto der 26. Wallfahrt der Nationen war \u2013 <strong>Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch: nicht wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht (Joh 14,27). <\/strong>Beide Bisch\u00f6fe kn\u00fcpften in ihren Ansprachen an diese Bibelstelle an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bischof Martin David, der Prediger w\u00e4hrend des Hochamtes, erinnerte an das Schicksal Pfarrer Richard Henkes, der im Konzentrationslager Dachau umgekommen ist. Vor dem Zweiten Weltkrieg ist er in Schlesien t\u00e4tig gewesen. Nach seiner offenen Kritik am Nationalsozialismus ist er an seinem Wirkungsort Branitz (Branice) verhaftet worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der Typhus-Epidemie 1945 im KZ Dachau ging Pater Richard Henkes freiwillig in den Quarant\u00e4ne-Bereich zu seinen todkranken Mitgefangenen. Er infizierte sich und erlag der Krankheit. Am 15. September 2019 ist Richard Henkes im Dom zu Limburg seliggesprochen worden. \u201eEr f\u00fcrchtete sich nicht, die Wahrheit zu sagen, auch wenn ihn dies das Leben gekostet hat\u201c, sagte Bischof Martin David. \u201eVon Pfarrer Henkes k\u00f6nnen wir lernen, dass wir uns auch in schwieriger Lage nicht f\u00fcrchten sollten, die Wahrheit zu sagen.\u201c Die Homilie schloss der tschechische Bischof mit dem Gebet f\u00fcr den Frieden des hl. Franz von Assisi. Die hl. Messe endete mit der Danksagung \u201eGro\u00dfer Gott, wir loben dich\u201c, die inbr\u00fcnstig von allen Pilgern in drei Sprachen gesungen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der Pause, in der das Blasorchester aus Kotulin ein kleines Konzert gab, wurden die Breslauer Pilger von Frau Monika Wittek mit einer kr\u00e4ftigen, warmen Suppe bewirtet, wof\u00fcr wir bei diesem zwar sonnigen, aber kalten Tag sehr dankbar waren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um 14.00 Uhr konnten wir gemeinsam die Andacht zu Ehren der Gottesmutter Maria und des Seligen Richard Henkes feiern. Hauptzelebrant war Bischof Martin David und die Predigt hielt Bischof Rudolf Pierska\u0142a.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Oppelner Bischof bezog sich auch auf den Seligen Richard Henkes, der eine Gabe hatte die Menschen dadurch f\u00fcr Gott zu gewinnen, indem er seine Gebote hielt und die Wahrheit verk\u00fcndete. Der Prediger wies darauf hin, dass Kriege nicht nur zwischen L\u00e4ndern stattfinden, sondern auch in den Familien. Den wahren Frieden gibt nur Jesus und deswegen findet man nur dort, wo gegenseitige Liebe und G\u00fcte herrscht, den lebendigen Gott. Wir sollten den Mut haben dar\u00fcber zu sprechen, so wie Henkes, sagte abschlie\u00dfend Bischof Pierska\u0142a.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wallfahrt endete mit der Aussetzung des Allerheiligsten Sakraments und zum Abschied wurde das Lied \u201eSegne o Maria\u201c deutsch, polnisch und tschechisch gesungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem Heimweg konnten wir die Berglandschaft, die den Wallfahrtsort umgibt, bewundern. In Ziegenhals machten wir Halt, denn das sonnige Wetter erlaubte uns noch die Heilanstalt Skowronek, das ehemalige \u201eFerdinandsbad\u201c, wo man Wasseranwendungen zum Heilen vielerlei Erkrankungen einsetzte, zu besichtigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1919, nach einer gro\u00dfen Flut, kam der Besitz dank den Bem\u00fchungen des Pfarrers Ludwig Skowronek, des Autors des Gesangbuches \u201eWeg zum Himmel\u201d, in die H\u00e4nde der Ursulinerinnen, die hier eine Haushaltsschule und ein Kloster errichteten. Heute geh\u00f6rt der Besitz der Caritas der Oppelner Di\u00f6zese.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem wir zu Hause angekommen waren, begann es in Str\u00f6men zu regnen und wir dankten Gott, dass wir diesen eindrucksvollen Tag im Trockenen verbringen durften.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">Bernadeta Szyszka<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Predigt vom<\/strong> <strong>Weihbischof Martin David aus Ostrau-Troppau <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u00dcberbringer des Friedens (Joh 14,21-27)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Worte der biblischen Lesungen, insbesondere des Evangeliums, die vom Frieden sprechen, sprechen uns auf unserem heutigen Pilgerweg sehr an. &#8220;Den Frieden lasse ich bei euch, meinen Frieden gebe ich euch&#8230;&#8221; Viele Menschen, sowohl in der Tschechischen Republik als auch in Polen, blicken derzeit mit Angst und Unbehagen in eine sehr ungewisse Zukunft.&nbsp; Jeden Tag h\u00f6ren wir Nachrichten \u00fcber den Krieg in der Ukraine, die Energiekrise, die Inflation und hohe Preise f\u00fcr alles, insbesondere f\u00fcr Energie. Das ist die Realit\u00e4t. Wieder einmal verlieren wir unsere Gewissheiten, die Annehmlichkeiten, an die wir uns gew\u00f6hnt haben. Wir wollen das nicht akzeptieren und suchen nach den Schuldigen. [Es ist Putins Schuld, es ist die Schuld der Ukrainer, es ist die Schuld einer Regierung, die sich nicht um uns k\u00fcmmert. \u2013 Marians Vorschlag: weglassen]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Krise bringt uns wieder einmal an einen imagin\u00e4ren Scheideweg, von dem aus wir in zwei Richtungen gehen k\u00f6nnen. Auf der einen Seite k\u00f6nnen wir zu mehr Egoismus und Individualismus \u00fcbergehen. Im Sinne von &#8220;Ich will gesund sein! Ich habe das Recht, gesund zu sein, ohne R\u00fccksicht auf andere&#8221;. Oder wir k\u00f6nnen den Weg der gemeinsamen Hilfe beschreiten und uns fragen, wie wir diese schwierige Zeit gemeinsam durchstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr uns Gl\u00e4ubige gibt es jedoch noch eine weitere entscheidende Richtung in der Krise. Eine Anweisung an Gott. Jede Krise, jedes Kreuz, ist immer wieder eine Gelegenheit, sich neu daran zu erinnern, wer unsere grundlegende Sicherheit und der Fixpunkt unseres Lebens ist. Ist es Gott? Haben wir das vergessen? Wir sind eingeladen, all diese Anliegen im Gebet vor Gott zu bringen. Tun wir das? Wir sollen in dem Glauben wachsen, dass der Lauf der Geschichte und das Leben eines jeden von uns in Gott verwurzelt ist, der immer mit seinem Volk durch schwierige Zeiten in der Geschichte geht und Frieden und N\u00e4he in Zeiten der Furcht und Angst bietet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor zwei Tagen haben wir in der ganzen Kirche das Gedenken an die Schmerzensmutter gefeiert. In unserer Di\u00f6zese gibt es sogar einen ihr gewidmeten Wallfahrtsort bei Krnov in Cvilin. Die \u00dcberlieferung z\u00e4hlt sieben Schmerzen der Mutter Gottes auf. Es ist m\u00f6glich, dass es noch mehr Situationen gab, in denen sie Schmerzen in ihrem Herzen sp\u00fcrte. Aber es ist eigentlich egal, wie viele sie hatte, selbst wenn es nur sieben waren, wichtig ist, dass sie immer eine Hoffnung hatte. Sie h\u00f6rte nie auf zu hoffen, dass Gott alles in seiner Hand und in seiner Macht hat. Wie viele Schmerzen wir berechnen k\u00f6nnten. Vielleicht mehr als sieben? Und obwohl wir viele Schmerzen haben, haben wir, wie Maria, eine Hoffnung. Wir haben Hoffnung auf Gott. Und aus dieser Hoffnung erw\u00e4chst Frieden. <strong><em>Nicht die, die die Welt gibt <\/em><\/strong><em>(Joh 14,27).<\/em> Der Friede Christi ist der Friede derer, die auf Gott vertrauen und ihre Hoffnung auf Gott setzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr diese Hoffnung und diesen Frieden sollen wir Zeugnis ablegen. Es ist sehr einfach, Unruhe zu stiften, und deshalb tun es viele Menschen. Unser Auftrag ist es, Tr\u00e4ger von Hoffnung und Frieden zu sein. Das ist unsere Aufgabe. Daran hat uns der verstorbene Bischof F.V. Lobkowicz oft erinnert. Als J\u00fcnger Christi sind wir alle aufgerufen, Tr\u00e4ger des Friedens und der \u00dcberzeugung zu sein, dass wir diese Phase der Geschichte \u00fcberstehen k\u00f6nnen, wenn wir offen f\u00fcreinander sind. In vielen schwierigen Situationen, in denen Kriege und Krisen aller Art herrschten, waren es die Christen, die andere ermutigen und ihnen Hoffnung geben konnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das zeigt sich auch am Beispiel von Richard Henkes, der vor drei Jahren seliggesprochen wurde und drei Nationen &#8211; Deutsche, Polen und Tschechen &#8211; in sich vereint. Er versucht, denjenigen, die mit ihm zusammen die H\u00f6lle des Konzentrationslagers Dachau durchleben, Frieden und Hoffnung zu geben. Er heilt und tr\u00f6stet, er bringt Christus. In einem Brief, den er nach seiner Verhaftung geschrieben hat, schreibt er selbst Worte voller Hoffnung: <em>Bis jetzt hat Gott f\u00fcr mich gesorgt, ich habe keine Angst vor der Zukunft. Gott wird mich sicher mit seiner Gnade begleiten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott wird uns auch mit seiner Gnade begleiten. Auch wir sind in dieser Zeit aufgerufen, Tr\u00e4ger des Friedens und der Hoffnung zu sein, die von Christus ausgehen. Und so k\u00f6nnen wir mit dem heiligen Franz von Assisi dieses sch\u00f6ne Gebet beten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><\/a><strong>Gebet f\u00fcr den Frieden (Hl. Franz von Assisi)<a><\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Herr, mach mich zu einem Werkzeug Deines Friedens, <br>dass ich liebe, wo man hasst;<br>dass ich verzeihe, wo man beleidigt;<br>dass ich verbinde, wo Streit ist;<br>dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;<br>dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;<br>dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung qu\u00e4lt;<br>dass ich Licht entz\u00fcnde, wo Finsternis regiert;<br>dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.<br>Herr, lass mich trachten,<br>nicht, dass ich getr\u00f6stet werde, sondern dass ich tr\u00f6ste;<br>nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;<br>nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.<br>Denn wer sich hingibt, der empf\u00e4ngt;<br>wer sich selbst vergisst, der findet;<br>wer verzeiht, dem wird verziehen;<br>und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">+++++++++++++++++++++++++++++++++++<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wsp\u00f3lnota katolickiego duszpasterstwa mniejszo\u015bci niemieckiej Dolnego \u015al\u0105ska razem ze swym duszpasterzem o. Marianem przy\u0142\u0105czy\u0142a si\u0119 do Pielgrzymki Narod\u00f3w do sanktuarium Matki Bo\u017cej Wspomo\u017cenia Wiernych (Maria-Hilf) w Zlatych Horach w Czechach, zawsze w trzeci\u0105 sobot\u0119 wrze\u015bnia. W tym roku by\u0142a to ju\u017c XXVI pielgrzymka \u201317 wrze\u015bnia. G\u0142\u00f3wnym celebransem i kaznodziej\u0105 by\u0142 ks. Biskup Martin David z Ostrawy. Ca\u0142a liturgia odbywa\u0142a si\u0119 w trzech j\u0119zykach: po czesku, po polsku i po niemiecku.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stron\u0119 muzyczn\u0105 ubogaci\u0142a orkiestra d\u0119ta z Kotulina oraz schola liturgiczna Diecezji Opolskiej (po\u0142\u0105czone ch\u00f3ry).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nabo\u017ce\u0144stwo na zako\u0144czenie pielgrzymki \u2013 ku czci Matki Bo\u017cej i b\u0142ogos\u0142awionego Richarda Henkesa mia\u0142o miejsce po po\u0142udniu. Homili\u0119 w czasie nabo\u017ce\u0144stwa g\u0142osi\u0142 ks. Biskup Rudolf Pierska\u0142a z Opola.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was f\u00fchrt den Pilger dieser Erde&#8230; In dem in Niederschlesien gern gesungenen Kirchenlied werden einige Ziele von Pilger-Wanderreisen genannt. Das Ziel unserer dritten Pilgerreise in diesem Jahr, die uns am 18. September nach Zlate Hory (Zuckmantel) f\u00fchrte, waren Danksagungen, Bitten und offene Herzen f\u00fcr das in der Maria-Hilf-Kirche verk\u00fcndete Wort Gottes. 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