{"id":7007,"date":"2022-03-02T22:24:54","date_gmt":"2022-03-02T21:24:54","guid":{"rendered":"https:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/?p=7007"},"modified":"2022-03-03T13:40:29","modified_gmt":"2022-03-03T12:40:29","slug":"der-gemeindesaal-fur-fluchtlinge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/index.php\/2022\/03\/der-gemeindesaal-fur-fluchtlinge\/","title":{"rendered":"Der Gemeindesaal f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesen Tagen werden wir von etwas Tragischem ersch\u00fcttert: dem Krieg. Immer wieder haben wir darum gebetet, &#8211; sagte der Papst Franziskus am Sonntag, dem 27. Februar \u2013 dass dieser Weg nicht eingeschlagen werde. Und wir h\u00f6ren nicht auf zu beten, sondern bitten Gott jetzt noch intensiver.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer Krieg f\u00fchre, vergesse die Menschlichkeit, mahnte der Papst &#8211; die \u201eteuflische und perverse Logik der Waffen\u201c sei weit vom Willen Gottes entfernt. \u201eUnd sie entfernt sich von den einfachen Menschen, die den Frieden wollen und die in jedem Konflikt &#8211; die einfachen Menschen &#8211; die wahren Opfer sind, die f\u00fcr die Torheiten des Krieges am eigenen Leib bezahlen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Franziskus forderte die Einrichtung humanit\u00e4rer Korridore f\u00fcr die Zivilbev\u00f6lkerung in der Ukraine &#8230; Ich erneuere \u2013 f\u00fchrte der Papst fort &#8211; die Einladung an alle, den 2. M\u00e4rz, den Aschermittwoch, zu einem Tag des Gebets und des Fastens f\u00fcr den Frieden in der Ukraine zu machen. Zu einem Tag, an dem wir dem Leiden des ukrainischen Volkes nahe sind, an dem wir sp\u00fcren, dass wir alle Br\u00fcder und Schwestern sind, und an dem wir Gott anflehen, den Krieg zu beenden. So weit einige Gedanken aus der Papst-Ansprache am Sonntag, dem 27. Februar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir f\u00fchlen uns ratlos, machtlos, verzweifelt und f\u00fcrchten uns sogar vor der ungewissen Zukunft. Aber wir d\u00fcrfen nicht ratlos und machtlos bleiben. Am letzten Sonnabend hielt ich die hl. Messe in Deutsch (wie jeden letzten Sonnabend des Monats) in Glatz. Nach dem Gottesdienst erz\u00e4hlten mir einige Teilnehmer, die Pensionen und Touristen-G\u00e4stezimmer f\u00fchren, dass sie bereit sind, f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge aus der Ukraine Zimmer zur Verf\u00fcgung zu stellen. Wie viele sagen dasselbe (h\u00f6rt man z.B. in den Nachrichten) \u2013 man muss doch etwas tun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch unterwegs aus Glatz nach Breslau erhielt ich einen Anruf aus meinem Kloster in Carlowitz: \u201eMarian, stellst du den Gemeindesaal f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge aus der Ukraine zur Verf\u00fcgung?\u201c. Da sind wir schon so weit, dachte ich mir, es betrifft uns ganz direkt!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gemeindesaal der deutschen Seelsorge im Franziskaner-Kloster Carlowitz wurde in der Pandemiezeit nur selten gebraucht. So bietet sich die Gelegenheit, den so genannten Saal \u2013 es ist eigentlich nur ein Zimmer, etwa doppelt so gro\u00df wie eine Kloster-Zelle \u2013 in der Kontakt-Beschr\u00e4nkungszeit zu nutzen. Als ich am sp\u00e4ten Nachmittag ins Kloster zur\u00fcckkam, waren die Tische und St\u00fchle schon wegger\u00e4umt, es standen Betten bereit und der Raum strahlte, in ganz bescheidem Ma\u00dfe, eine gewisse Gem\u00fctlichkeit aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesen Tagen werden wir von etwas Tragischem ersch\u00fcttert: dem Krieg. Immer wieder haben wir darum gebetet, &#8211; sagte der Papst Franziskus am Sonntag, dem 27. Februar \u2013 dass dieser Weg nicht eingeschlagen werde. Und wir h\u00f6ren nicht auf zu beten, sondern bitten Gott jetzt noch intensiver. 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