{"id":4868,"date":"2019-01-21T12:15:29","date_gmt":"2019-01-21T11:15:29","guid":{"rendered":"http:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/?p=4868"},"modified":"2019-01-22T00:10:04","modified_gmt":"2019-01-21T23:10:04","slug":"pfarrer-hergesel-und-seine-bilder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/index.php\/2019\/01\/pfarrer-hergesel-und-seine-bilder\/","title":{"rendered":"Pfarrer Hergesel und seine Bilder"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sonntag der Taufe des Herrn <\/strong><\/p>\n<p>Die heilige Messe am 13. Januar konzelebrierten Pfarrer Prof. Tomasz Hergesel und P. Leo.<!--more--><\/p>\n<p>P. Marian Bernard Arndt predigte: Die Johannestaufe war eine Busstaufe, aber Jesus, der Gottessohn brauchte doch keine Busse zu tun. Jesus teilt mit den Menschen nicht nur Lebensgemeinschaft, sondern auch Schuldgemeinschaft. Er ist Mensch geworden mit allen Konsequenzen. Er hat sich erniedrigt zu den s\u00fcndigen Menschen und mit ihnen die Taufe angenommen. \u201eEr hat sich ent\u00e4u\u00dfert indem er wie ein Sklave wurde und den Menschen gleich\u201c \u2013 diese Menschwerdung feierten wir zu Weihnachten. In der weiteren Heilsgeschichte sehen wir, wie sehr Jesus \u201esich selbst erniedrigt hat\u2026 bis zum Tode, ja, bis zum Tode am Kreuz\u201c (Phil 2,7-8). Wir Getauften haben Anteil an Jesu Leben; erniedrigt im Leid, Krankheit und Tod, mit ihm werden wir \u201eerh\u00f6ht\u201c zum ewigen Leben.<\/p>\n<p>Diesen Anteil an der Taufe haben wir in dem Glaubensbekenntnis ge\u00e4u\u00dfert. Es war eine besondere Form des Glaubensbekenntnisses. Einzeln kamen wir nach vorne tauchten die Fingerspitzen ins Taufwasser ein, und machten ein Kreuzzeichen. In der Taufe \u2013 das wurde uns bewusst \u2013 sind wir \u201ewiedergeboren aus Wasser und Geist und haben Zutritt erhalten zum Reiche Gottes\u201c (vgl. Joh 3,5).&nbsp;<\/p>\n<p>Der Schlusssegen nach der hl. Messe war gleichzeitig der Haus- und Wohnungssegen. Dem Brauch nach besuchen die Priester in der Weihnachtszeit die Familien mit Gottes Segen und gemeinsamen Gebet. In unserer Gemeinde gehen wir diesem Brauch nach, indem wir in der Kirche gemeinsam den Segen empfangen und zusammen f\u00fcr unsere Familien beten. Wie immer, bei so einer Gelegenheit, verteilte der Seelsorger Bildchen zur Erinnerung an den Haussegen.<\/p>\n<p>Eine gute Erfahrung haben wir mit unseren Begegnungen an jedem zweiten Sonntag des Monats gemacht. An diesem Sonntag hatten wir Pfarrer Hergesel mit seinen Bildern zu Gast. Pfarrer Hergesel erz\u00e4hlte seine Geschichte, die er auch in seinem Buch ver\u00f6ffentlichte. Dieses Buch u.d.T. \u201eWenn du etwas machst \u2013 mach das ordentlich\u201c konnte man auch erwerben.&nbsp;<\/p>\n<p>Zum ersten Mal wurde Familie Hergesell im XIV. Jahrhundert in der Umgebung von Nordrhein erw\u00e4hnt. Von dort sind manche Familienmitglieder nach Schlesien, in die Gegend von Oppeln gezogen. Hier haben sie ihre Familien gegr\u00fcndet und ihre H\u00e4user gebaut. Dort, in Gross D\u00f6bem (Dobrze\u0144 Wielki) ist Pfarrer Hergesel zur Welt gekommen.<\/p>\n<p>Sein Vater Joseph war Steuermann, hat mit der Barke, mit einem Transportboot Kohle zwischen Stettin und Gleiwitz gefahren. W\u00e4hrend eines Aufenthaltes in D\u00f6bem ist er zu einem Tanzabend gegangen. Dort hat er ein wundersch\u00f6nes M\u00e4dchen mit langen lockigen Haaren kennengelernt. Das M\u00e4dchen hie\u00df Maria und bald lie\u00dfen sie sich trauen. 1935 ist ihr erster Sohn, nach dem Vater Joseph genannt, geboren worden; und dann der zweite Sohn, den sie Arnold Thomas nannten. &#8220;Das war ich&#8221; \u2013 sagt Pfarrer Hergesel.<\/p>\n<p>Dann ist er Priester der Erzdi\u00f6zese Breslau geworden, studierte Bibelwissenschaften in Lublin und Rom. Es entwickelte sich eine brillante Karriere, er konnte mehrere Sprachen, unterrichtete an verschiedenen Universit\u00e4ten. Alles unterbrach eine Krankheit. Nach einer Herzoperation ist er gel\u00e4hmt geworden. Alles vorbei. Er musste alles neu lernen: sprechen und gehen. Er hat jedoch nicht nachgelassen. Viele Jahre hat er harte und m\u00fchsame Rehabilitation durchgemacht. In diesem Zustand nahm er wieder Farben und Pinsel in die Hand, wie in seiner Jugendzeit, und begann zu malen. Im Malen fand er seine neue Lebenschance, im Malen fand er die Rehabilitation-M\u00f6glichkeiten und einen Weg der Evangelisierung, weil er neben Natur gerne Illustrationen der evangelischen Ereignisse: am See Genezareth, in Jerusalem, im Abendmahlsaal malt. Besonders nahe ist ihm das Bild: \u201ePetrus heilt den Gel\u00e4hmten\u201c. Pfarrer Hergese bat um eine kurze Lesung: \u201eIn Lystra war ein Mann, der von Geburt an gel\u00e4hmt war\u2026\u201c (Apostelgeschichte 14), aber unterbricht gleich: \u201edas bin ich!\u201c<\/p>\n<p>Merkw\u00fcrdig ist auch die Bilderreihe: \u201eDie 12 Monate\u201c. In unterschiedlichen Farbt\u00f6nen und Landschaften, stellen die Bilder die wechselnde Natur dar.<\/p>\n<p>Die Bilder vom Pfarrer Hergesel sind sehr bunt und heiter. Er selbst strahlt viel Optimismus aus. Diesen Optimismus, die Ansichtskarten mit seinen Bildern und seine B\u00fccher nahmen wir diesen Sonntag mit uns in den Alltag.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">MAr<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag der Taufe des Herrn Die heilige Messe am 13. Januar konzelebrierten Pfarrer Prof. Tomasz Hergesel und P. 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