{"id":1468,"date":"2016-12-05T09:45:49","date_gmt":"2016-12-05T08:45:49","guid":{"rendered":"http:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/?p=1468"},"modified":"2017-02-16T00:48:25","modified_gmt":"2017-02-15T23:48:25","slug":"die-adventsfeier-bereitet-uns-auf-weihnachten-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/katholische-seelsorge.franciszkanie.com\/index.php\/2016\/12\/die-adventsfeier-bereitet-uns-auf-weihnachten-vor\/","title":{"rendered":"Die Adventsfeier bereitet uns auf Weihnachten vor"},"content":{"rendered":"<p>Die Adventsfeier&nbsp; ist im Leben der Deutschen in Breslau ein wichtiges Ereignis. Sie wird jedes Jahr&nbsp; von der deutschen katholischen Gemeinde organisiert&nbsp;&nbsp; und eingeladen sind alle, die mitmachen wollen.<!--more--><\/p>\n<p>\u015awi\u0119towanie adwentowe mia\u0142o miejsce 10 grudnia 2016 roku. Cieszymy si\u0119 z udzia\u0142u J.E. ks. biskupa Andrzeja Siemieniewskiego. Z Niemiec przyjecha\u0142 ks. Werner Pohl i pan Joachim Lukas. Poza wymienionymi g\u0142os zabrali i podzielili si\u0119 swymi refleksjami w imieniu parafii ewangelickiej pani Annemarie von Kap-herr oraz przewodnicz\u0105ca Niemieckiego Towarzystwa Spo\u0142eczno-Kulturalnego.<\/p>\n<p>Die adventliche Begegnung begann mit dem von den Heimats\u00e4ngern&nbsp; gesungenem Adventslied:&nbsp; \u201eIch klopfe an\u2026\u201c. Danach&nbsp; f\u00fchrte P. Marian Arndt mit einem Gebet, dem&nbsp; Evangelium und einer Betrachtung in die Feier ein.<\/p>\n<p>Der Einladung des Deutschenseelsorgers folgend richteten die eingeladenen G\u00e4ste Gru\u00dfworte aus.<\/p>\n<p>Exzellenz Bischof Andrzej Siemieniewski teilte einige Gedanken zum Advent mit und w\u00fcnschte allen frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr..<\/p>\n<p>Im Namen der evangelischen Gemeinde ergriff&nbsp; das Wort Frau Annemarie von Kap-herr.&nbsp; Die&nbsp; Vorsitzende der DSKG Frau Renate Zaj\u0105czkowska kn\u00fcpfte in ihrem Gru\u00dfwort an die Predigt des anwesenden Bischof an und beendete ihre Ansprache mit Weihnachts- und Neujahrsw\u00fcnschen.<\/p>\n<p>Joachim Lukas aus Deutschland ging in seiner Ansprache von&nbsp; seinen Kindheitserinnerungen aus Breslau aus.<\/p>\n<p>Liebe Landsleute, sprach Herr Lukas. Als ich im vorigen Jahr hier an gleicher Stelle stand und Ihnen meine Weihnachtsw\u00fcnsche \u00fcbermittelt habe, ahnte ich nicht, das es mir verg\u00f6nnt sein wird, heute 2016 mit Ihnen wieder eine Weihnachtsfeier mit Ihnen verleben zu k\u00f6nnen. So sagte ich, dass ich auf Grund meines fortgeschrittenen Alters nicht wisse, wie oft ich noch nach Breslau kommen k\u00f6nne. Doch das Jahr 2016 ist fast vergangen und nun ich stehe wieder vor Ihnen. Da ich vor mehr als 83 Jahren hier geboren wurde lassen sich meine Jugendjahre in dieser Stadt nicht einfach absch\u00fctteln. Mein Kindergarten stand in Scheitnig, direkt an der Pergola und war ein Produkt der Werkvolkausstellung aus dem Jahr 1929. Meine ersten Schuljahre in der Clausewitzschule, heute 13. Lyzeum, mit dem Schulhof, der mit einem Kreidestrich getrennt war, damit M\u00e4dchen und Jungen nicht zusammenkommen konnten.<\/p>\n<p>Danach folgte meine Schulzeit am Heilig-Geist Gymnasium, dessen Geb\u00e4ude auf der Westseite des \u201eKaiserin Augusta Platzes\u201c, heute Plac Polski, standen. 1945 wurde die Schule stark besch\u00e4digt und anschlie\u00dfend abgerissen. Heute erinnert eine Gedenktafel am Geb\u00e4ude der Kunstakademie an diese Jahrhunderte alte Schule. In besonderer Erinnerung &nbsp;ist mir das letzte Weihnachtsfest in dieser Stadt 1944 geblieben. Es tobte um uns herum zwar der f\u00fcrchterliche Krieg, wir aber lebten doch recht unber\u00fchrt von den Kriegsereignissen. Es kam zwar relativ oft zu Luftalarm, aber es fielen doch keine Bomben und die Stadt war unzerst\u00f6rt. Wir hatten am Heiligen Abend genug zu essen und machten uns daher auch nicht viel Gedanken \u00fcber unsere Zukunft und hofften, dass alles, wie bisher, an uns gut vor\u00fcber gehen w\u00fcrde. Doch da hatten wir uns gr\u00fcndlich geirrt. Bereits nach 4 Wochen brach das Unheil \u00fcber uns herein. Die Rote Armee stand in Schlesien und man befahl uns, Breslau zu verlassen. Am 23. Januar 1945 verlie\u00dfen wir die Stadt, und ahnten nicht, dass das f\u00fcr immer sein wird. So k\u00f6nnte ich lange weiter erz\u00e4hlen, aber es wird damit deutlich, dass Breslau f\u00fcr immer meine Vaterstadt geblieben ist.<\/p>\n<p>Als ich dann 1990 das erste Mal nach 45 Jahren wieder nach Breslau kam, f\u00fchlte ich mich in irgendeiner Form wieder heimisch. Als ich dann auch relativ bald mit der Deutschen Sozial Kulturellen Gesellschaft in Verbindung kam, hatte hier einen festen Anlaufpunkt, der es bis heute geblieben ist. Nun folgten regelm\u00e4\u00dfige Reisen nach Schlesien mehrmals im Jahr. Dabei war es mir immer wichtig, die hier in Breslau verbliebenen oder neu hinzu gekommenen deutschen Mitb\u00fcrger zu unterst\u00fctzen, bzw. ihnen zu helfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ich aber musste in der Folgezeit Breslau neu erkunden, denn es hatte sich so viel ver\u00e4ndert. Das Haus in der Paradiesstra\u00dfe, in dem wir wohnten, stand nicht mehr. Ganze Stadtviertel, so z. B. zwischen Mauritiuskirche und Kaiserbr\u00fccke waren verschwunden. Dort hat ein gro\u00dfes Stra\u00dfengeflecht einen Platz gefunden. Eine riesige Verkehrsachse durchschneidet die Altstadt, wo fr\u00fcher vor der ersten Stadterweiterung im 15. Jahrhundert der Stadtgraben verlief, der von der Ohle gespeist wurde. Die Schweidnitzer Stra\u00dfe, eine uralte Handelsstra\u00dfe wurde von dieser neuen Stra\u00dfe unterbrochen und beide Teile dieser Stra\u00dfe wurden nur durch eine Unterf\u00fchrung verbunden. Dies hat sich in letzter Zeit Gott sei Dank ge\u00e4ndert. Die Schweidnitzer Stra\u00dfe kann nun ebenerdig begangen werden. So k\u00f6nnte man noch viele andere Dinge anf\u00fchren, die sich ver\u00e4ndert haben. Vor allem sind es aber auch die positiven Dinge die eine so lebendige Stadt wie Breslau auszeichnen. W\u00e4hrend der Ring schon in den 90er Jahren hervorragend restauriert worden war, manchmal besser aussah als in deutscher Zeit, lag die Altstadt noch kurz nach der \u00dcberwindung des Kommunismus in Agonie. Heute, mehr als 25 Jahre danach sind historische Geb\u00e4ude hervorragend saniert. Ich denke da z. B. an das Marianum in der Universit\u00e4t. Ruinen und Brachfl\u00e4chen verschwinden und mit anspruchsvollen Neubaubauten erstrahlt die Stadt in neuem Glanz. Die neue Philharmonie am ehemaligen Schlossplatz soll hierf\u00fcr beispielhaft als hervorragendes Bauwerk erw\u00e4hnt werden.<\/p>\n<p>Als Kulturhauptstadt Europas 2016 hat sie sich hervorragend pr\u00e4sentiert und ich bin froh, dass ich in dieser Stadt geboren wurde.<\/p>\n<p>So ist es mir eine Freude und auch ein Geschenk zur Weihnachtszeit mit Ihnen Advent in Breslau feiern zu d\u00fcrfen. Wie oft oder wie lange ich das noch machen kann oder darf, wei\u00df ich nicht. Ich habe es schon im vorigen Jahr anklingen lassen, dass dies alles in Gottes Hand liegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ihnen aber w\u00fcnsche ich f\u00fcr die verbleibende Adventzeit die M\u00f6glichkeit, etwas zur Ruhe zu kommen. Weiterhin w\u00fcnsche ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und f\u00fcr das Jahr 2017 vor allem viel Gesundheit und viel Erfolg.<\/p>\n<p>Der deutschen sozialen Gesellschaft aber w\u00fcnsche ich, dass Sie weiterhin auf Ihrem so beeindruckenden Weg fortschreitet, der ihr viel Anerkennung hier in Breslau&nbsp; in vielen Gesellschaftsschichten gebracht hat, die aber auch in Deutschland, bis hin in h\u00f6chste Politikerkreise, keine unbekannte Gr\u00f6\u00dfe ist, sondern auch von dort hohe Anerkennung erh\u00e4lt, f\u00fcr die Zukunft eine gl\u00fcckliche und erfolgreiche Zeit.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Adventsfeier&nbsp; ist im Leben der Deutschen in Breslau ein wichtiges Ereignis. 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